Die Neuraltherapie ist ein Verfahren zur Behandlung von Schmerzen und Funktionsstörungen. Dabei wird ein örtliches Betäubungsmittel (z. B. Procain oder Lidocain) in Haut, Muskeln, Narben oder in die Nähe von Nerven gespritzt. Ziel ist es, gestörte Reizleitungen im Nervensystem zu unterbrechen und so Schmerzen oder Funktionsstörungen zu lindern.
Behandlung
Gestörte Reizleitungen im vegetativen Nervensystem können Beschwerden an anderer Stelle im Körper auslösen. Durch die Injektion eines Lokalanästhetikums wird diese Reizleitung vorübergehend unterbrochen, wodurch sich das Nervensystem neu regulieren kann.
Behandlungsarten
- Lokale Behandlung: direkt an schmerzhaften Stellen
- Segmenttherapie: in Hautbereiche, die mit Organen oder Körperregionen verbunden sind
- Störfeldtherapie: Behandlung von Narben oder chronischen Entzündungen
Ablauf
Feine Nadeln werden eingesetzt, um kleine Mengen Lokalanästhetikum zu injizieren. Eine Sitzung dauert wenige Minuten; häufig sind mehrere Sitzungen nötig. Nach der Behandlung können Sie sich in der Regel normal bewegen. Schonung am Behandlungstag und ausreichend Flüssigkeit sind sinnvoll.
Anwendungsgebiete der Neuraltherapie:
Rücken- & Nackenschmerzen
Gelenk- & Muskelschmerzen
Kopfschmerzen & Migräne
Nervenschmerzen
Beschwerden nach Verletzungen oder Operationen
chronische Entzündungen
“Die Gesundheit ist weniger ein Zustand als eine Haltung. Sie gedeiht mit der Freude am Leben.“
Indisches Sprichwort
Wichtige Hinweise zur Neuraltherapie:
Nicht geeignet bei:
- Allergie gegen Lokalanästhetika
- Schweren Gerinnungsstörungen oder Blutverdünnern
- Akuten Infektionen im Injektionsbereich
- Bestimmten Herzrhythmusstörungen
Mögliche Nebenwirkungen:
- Kurzzeitiges Brennen oder Druckgefühl
- Kleine Blutergüsse
- Vorübergehende Müdigkeit
- Sehr selten allergische Reaktionen
Bitte informieren Sie vor der Behandlung, wenn folgende Punkte auf Sie zutreffen:
Einnahme blutverdünnender Medikamente, Blutgerinnungsstörungen, Neigung zu Kreislaufproblemen oder Ohnmacht, Schwangerschaft, Hautveränderungen oder Entzündungen am Ohr, Allergien gegen Pflaster oder Metalle
Ohrakupunktur ist eine unterstützende Behandlungsmethode
Sie ersetzt keine notwendige medizinische Untersuchung oder Behandlung, kann diese jedoch sinnvoll ergänzen. Der Behandlungserfolg kann individuell unterschiedlich sein.
Hinweis zum Thema Krankenversicherung:
Gesetzliche Krankenkassen in Deutschland übernehmen die Kosten einer Heilpraktikerbehandlung nicht. Eventuell besitzen Sie eine private Krankenzusatzversicherung, die Kosten für alternative Heilmethoden bezuschusst oder übernimmt.
Die Höhe der Kostenübernahme hängt vom versicherten Tarif ab. Es werden nicht in jedem Fall alle Kosten übernommen, weshalb man vor Behandlungsbeginn Rücksprache mit seinem Versicherer halten sollte.
Gut zu wissen:
Da jeder Mensch unterschiedliche Beschwerden mitbringt, müssen die Therapien und Empfehlungen individuell erstellt werden. Daraus ergibt sich, dass es nicht bei allen Behandlungen und Beratungen Festpreise gibt. Im Erstgespräch (Anamnese) werden Sie über Art und Umfang der notwendigen Behandlung und die Behandlungskosten informiert, die im Rahmen der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH) abgerechnet werden.
Ersttermin
Der Ersttermin beinhaltet in der Regel die vollständige Anamnese (Ihre bisherige Krankengeschichte). Nehmen Sie sich für diesen Termin deshalb ausreichend Zeit. Die Naturheilkunde eignet sich immer als ergänzende Therapieform.
Die Benennung der aufgeführten Erkrankungen stellt kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung dar. Einige der aufgeführten Erkrankungen bedürfen einer schulmedizinischen Abklärung oder werden begleitend zur schulmedizinischen Versorgung in der Naturheilpraxis behandelt.
